Das Booklet zu meinem Album hat zwölf Seiten. Dort findet Ihr die Texte zu den Songs in mehr oder weniger lesbarer Größe. An dieser Stelle möchte ich Euch die Geschichten und Hintergründe zu den jeweiligen Liedern näher bringen. In den Klammern stehen die Jahre, in welchen ich die Kompositionen begonnen habe. Abgeschlossen wurden die Aufnahmen 2017 und 2018. Außerdem erfahrt Ihr etwas über die Instrumentierung und wer wie was dazu als Musiker beigetragen hat. Grundsätzlich stammen alle Drums aus einer Library und wurden nie live gespielt und das gilt für alle Songs des Albums, welche Drums enthalten. Die Programmierungen bzw. Arrangements dazu habe ich selbst vorgenommen. Die Keyboards habe ich entweder selbst eingespielt oder ich gebe die Akkorde vor und lasse eine Software das erledigen. Oder ein Keyboarder kommt vorbei und bringt sich tastenspielend ein. Wenn kein Bassist erwähnt wird, habe ich auch den Bass programmiert. Sollte jemand noch mehr zu den Inhalten oder dem Technikgedöns wissen wollen, ist er/sie/es herzlichst aufgefordert, mich zu befragen. Das geht ganz einfach per Email. Wem das zu unpersönlich ist, kann mich auch anrufen, aber bitte nicht zu nachtschlafender Zeit (MEZ). 1. Water Of Unknown Origin (2012) Aus meinem Heimatort Niederselters stammt das ursprünglichste aller Selterswasser. Dies ist unwiderruflich belegt. Kommt ein Wasser aus einer anderen Quelle und nennt sich ebenfalls Selterswasser, sollte dessen Ursprünglichkeit angezweifelt werden. Ein instrumentales Stück zur Einleitung des Albums. Alle Gitarren und die Mandoline wurden von mir eingespielt. 2. Heart Of The Golden Ground (2011) Den Goldenen Grund nennt man das Gebiet, welches sich von Würges bis nach Limburg erstreckt. Mitten drin liegt Niederselters, welches von mir mit dem Titel „Herz des Goldenen Grundes“ versehen wurde. Jeder andere Ort darf sich sich natürlich genau so frei mit einem Organ in Verbindung bringen. Tanja singt die Lead-Vocals und mit Tina zusammen den Background-Gesang. Rade hat hierzu den Bass eingespielt. Matthias spielt Klavier. Gitarren, Mandoline und die Hammondorgel kommen aus meiner Hand. 3. Girl Of The Spring (2011) Die Figur aus Bronze, welche in dem kleinen Park in der Bahnhofsstraße steht, zeigt eine Arbeiterin des Mineralbrunnens Anfang des zwanzigstens Jahrhunderts. Die Geschichte dazu ist sehr autobiografisch und handelt von einem jungen Mann, der sich gerne des Nachts auf dem Heimweg von seiner Stammkneipe vor das Brunnenmädchen auf den Stein setzte und ihr sein Leid klagte. Jedoch kam er auch zu ihr, als das Leid vorüber war und erzählte vom schönen Leben, was ihn mittlerweile ereilte. Tanja singt, ich spiele Gitarre und Achim taucht das erste Mal mit der Querflöte auf. 4. Charley Horse (1992) Der Begriff “Charley Horse” stammt aus dem amerikanischen Sprachraum und bedeutet so viel wie Kater oder Nachwehen. Dabei spielt es meiner Meinung nach keine Rolle, wie man sich diesen Umstand zugezogen hat. Ich lasse es mal offen, ob es sich hier auch um was Autobiografisches handelt. Tanja singt, ich spiele die Gitarren und Achim steuert die Querflöte bei. Den Bass spielt diesmal Mario. Wir beide hatten das Stück schon mal 1992 zusammen gespielt. Aufgenommen wurde der Bass 2018! 5. The Real Wag (1992) Till Eulenspiegel hatte den Schalk im Nacken. Da mir dieser spezielle Held schon immer gut gefallen hat, wurde er Namensgeber von Owlglass. Natürlich darf da auch ein passendes Lied nicht fehlen. Die Besetzung ist die gleiche wie bei „Charley Horse“. 6. Drunken Sailors Under Palms At Lake Emerson (2013) Diese Adaption des bekannten Seemannsliedes wird ausschließlich mit Keyboards, Bass und Drums dargeboten. So, wie es Emerson, Lake and Palmer in vielen ihrer Songs getan haben. Stilistisch wollte ich mich aber nicht auf ELP berufen.  Der Titel ist eine Collage aus dem Songtitel und dem Bandnamen. Der See „Lake Emerson“ existiert nicht und wurde von mir frei erfunden. Hier gibt es keinen Gesang. Alles ist entweder programmiert oder von mir am Keyboard gespielt. Da wurden einige Sound-Libraries bemüht. 7. Nothing But A Daydream (2005) Drei Beispiele für das, was Viele immer wieder erleben. Anstatt zu handeln, träumt man nur vor sich hin. Mir wären da noch einige Strophen eingefallen… Tanja singt sich und den Chor Ich spiele die Gitarren und die Mandoline. Den Bass spielt wieder Mario. 8. Aficionado (2016) Der Ein oder Andere sammelt das Eine oder Andere. Je nachdem, welchen Umfang das an Zahl und Platz einnimmt, erhält die Person diesen „Titel“. Er ist aber weder abwertend, noch beleidigend gemeint, eher anerkennend…auf jeden Fall von meiner Seite her. Tanja singt sich und auch den Chor. Achim wieder an der Flöte. Ich steuere das Piano und die Streicher bei. Die Tonart ist Cis moll. Da ich das nicht spielen konnte, habe ich in A moll aufgenommen und dann alles vier Töne nach oben transponiert. Man muss sich zu helfen wissen. Übrigens: Live spiele ich das Stück auf der Akustikgitarre…mit Capo…wegen Cis moll. 7. Workshop Of The Songsmith (2016) In der „Werkstatt“ des Liedschmiedes entsteht ein Song durch das Zusammenführen von Ideen, Melodien, Akkorden, Noten, Instrumenten und Musikern. Aus diesen Fragmenten bildet sich langsam das Gesamtwerk und letztendlich sind alle zufrieden mit dem, was sie geschaffen haben. Tanja singt. Im Allegro-Teil und am Schluss gibt es einen Chor. Dazu gehören Tina und ich selbst. Die Gitarren und die Mandoline spiele ich und die Flöte Achim. Die speziell eingesetzten mittelalterlichen Instrumente heißen Psaltrie und Virginal und entstammen einer Library mit gesampelten Mittelalterinstrumenten. 10. Greensleeves (2010) König Heinrich VIII. von England war schon ein “schwieriger Typ”. Aber musikalisch für seine Zeit vor etwa fünfhundert Jahren absolut genial. Dies ist keine Hommage an ihn, sondern an seine Musik. Tanja singt sich und den Chor. Achim spielt die Flöte. Ich spiele die Gitarren und Rade nochmal den Bass. 11. Hunting The Nimrod (2016) Eine fiktive, von mir erfundene Geschichte über eine Figur, die unter dem Namen Nimrod vielfältig in der Geschichte auftaucht. In diesem Fall handelt es sich um eine Kreatur, welche im Wald lebt und sich geschickt vor den Häschern zu verbergen mag. Wer da Gut oder Böse ist, kann jeder für sich entscheiden. Ich lasse es offen. Mit über zwölf Minuten Spielzeit habe ich mir selbst den Wunsch nach einem sogenannten Longplayer erfüllt. Tanja singt sich und den Chor und ich spiele die Gitarren. 12. Flowing Waters Through Ancient Stone (2017) Wie schon zu Beginn wird auch die Ausleitung des Gesamtwerkes durch ein Stück ohne Gesang gebildet. Und wieder steht das Wasser im Mittelpunkt. Übrigens: Ohne dieses Jenes gebe es kein Leben und somit auch keine Musik!!! Außer den Gitarren spiele ich hier auch endlich mal Bass. Achim ist zum Abschluss nochmal an der Flöte zu hören.
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